Bevorzugung bei der Notengebung

Kurz vor Ende des letzten Schuljahres habe ich von meinem Mathe-LK-Lehrer, der zu der Zeit im Krankenhaus lag, per Mail meine endgültige Note zugeschickt bekommen. Eine 2+. Ich hatte zwar alle vier Klausuren 2 geschrieben, doch bin im mündlichen Bereich eigentlich ein eher zurückhaltender Typ. Wozu also diese gute Note?

Hintergrund: Der betreffende Lehrer war drei Jahre lang mein Klassenlehrer. Dass ich bevorzugt werde, spüre ich deutlich. Ein seltsam fremdes Gefühl, wo ich mich doch von so vielen Lehrern eher benachteiligt fühle. Manche sind vielleicht objektiv, doch bei anderen merke ich, dass auch diese ihre Lieblingsschüler haben, zu denen ich dann nicht gehöre.

Ich habe mich ziemlich unwohl dabei gefühlt, vor allem weil ein guter Freund von mir, der meiner Ansicht nach mehr mitarbeitet als ich, bis dahin immer deutlich schlechtere mündliche Noten bekommen hatte ? und ich habe befürchtet, dass das diesmal genau so sein würde.

Ich habe mich letztendlich dazu entschlossen, meinem Lehrer eine Mail zu schreiben, in der ich meine Bedenken bezüglich der Note geschildert habe. Er antwortete, dass ich im Gegensatz zu meinem Freund auch an Stellen im Unterricht geholfen habe, an denen sonst niemand weiterwusste. Also eine 2+ für die Qualität, nicht für die Quantität. Da ich seine Argumentation insgesamt nachvollziehen konnte, beruhigte sich mein Gewissen wieder. Mein Freund war jedenfalls sehr dankbar für mein Handeln, auch wenn es letztlich für ihn nichts gebracht hat.

Kennt ihr solche Situationen? Werdet ihr manchmal von Lehrern bzw. Professoren bevorzugt, oder habt ihr eher das Gefühl, dass euch alle hassen?
Und falls ihr nicht mehr zur Schule/Uni geht: Wie sieht es mit eurem Verhältnis zu euren Chefs aus? Habt ihr auch manchmal das Gefühl, benachteiligt zu werden?

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3 Kommentare zu “Bevorzugung bei der Notengebung”

  1. Andy sagt:

    Bin ja jetzt fertig mit der Schule. Habe das ganze aber jahrelang beobachtet, glaube seit der 10, Klasse, weil mich das psychologisch interessiert hat. Glaube es ist ziemlich schwer als Mensch seine Sympathien nicht in die Bewertung eingehen zu lassen. Kenne das Problem selbst als Trainer einer Mannschaft, muss man schwer aufpassen, dass man nicht seine Lieblingsspieler/Menschen bevorzugt. In der Schule ist es bei der mündlichen Note auffallend bei den meisten Lehren wo die Sympathien hingehen. Zum Glück hats bei mir im positiven Sinne geklappt. Es gibt einige Dinge die man beachten muss, um wenig mitzumachen um trotzdem eine hervorragende Mitarbeitsnote zu bekommen. That’s life. Aber nicht, dass du jetzt denkst ich wäre ein fauler und egoistischer Schuler gewesen. ;-) Wir haben sogar mal mit einem Lehrer über das Thema stundenlang diskutiert. Aber will dir jetzt keinen Roman schreiben, vielleicht blogge ich noch was darüber. ;-)

    Der letzte Blogpost von Andy ist Blogthema der Woche #2

  2. Stefan Johne sagt:

    Schule ist eine reine Farce um Kinder und Jugendliche zu quälen! =)

    Der letzte Blogpost von Stefan Johne ist eBooks kaufen – wo sind die Gefahren?

  3. Loma sagt:

    Zurzeit besuche ich die 12 klasse des Fachgymnasiums:Gesundheit/Soziales mit dem Schwerpunkt Gesundheit/Pflege. Im Fach Englisch hatte ich bis jetzt immmer eine Note 1-3, meistens 2, aber nie schlechter als 3. Ich verstehe, dass 12te schwieriger sei als die 11te Klasse. Übrigens mein Deutsch ist auch nicht perfekt, da ich seit knapp vor 7
    Jahren nach Deutschland kam und vorher kein einziges Wort auf Deutsch wusste. Jetzt haben wir einen neuen Englischlehrer bekommen der davor als Referendariat in unsere Schule tätig war.
    Im Englischunterricht melde ich mich für jede Frage, bzw. Aufgaben die wir lösen müssen. Der Lehrer beobachtet, ob es sich noch andere melden. Wenn dies der Fall ist nimmt er immer zuerst andere dran und ich komme immer als letzter dran. Schlimm finde ich, dass öfter schon alle Antwortmöglichkeiten gesagt werden durch die Schüler die sich melden und vor mir drangenommen werden und ich nie die Chance bekomme meine qualitative Beiträge zu lifern. Wenn sich aber keiner meldet, werde ich drangenommen. Mein Beitrag wird dann als Lösung an die Taffel geschrieben, damit der Rest abschreiben kann. Daran ist eindeutig, dass mein Beitrag Qualitativ ist, sonst würde es nicht an die Taffel geschrieben. Meine Vorteile gegenüber den anderen Schülern dass ich besser Englisch kann, sind mein 3 jährige Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Nun kamen wir zur Besprechung unserer mündlichen noten. Ich bekam 7 Punkte also 3- und Schüler die sich eigentlich nie melden besser als ich. Das finde ich so nicht hinnehmbar. Ich finde, dass er mich eindeutig ungerecht behandelt. Genauso sehen das auch einige von meinen Mitschülern. Ich suche dafür Lösungen! Danke im Voraus! Loma

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