Oscars 2010: Avatar räumt nicht ab

In der Nacht von Sonntag auf Montag war es mal wieder soweit: die Academy Awards, besser bekannt als Oscars, wurden verliehen. Neben zahlreichen Promis auf dem roten Teppich und viel Trubel drumherum standen natürlich die Filme im Vordergrund, die bei der Verleihung Preise abräumen konnten. Im Vorfeld gab es bereits einige Favoriten, wobei kein Film so hoch eingeschätzt wurde wie Avatar von James Cameron.

“Nur” drei Kategorien konnte Avatar gewinnen und musste in so wichtigen Kategorien wie “Bester Film”, “Beste Regie” oder “Bestes Originaldrehbuch” dem Film Hurt Locker den Vortritt lassen. Dieser wurde von Kathryn Bigelow verfilmt, die ironischerweise die Ex-Frau von James Cameron ist. Verwunderlich ist der Sieg daher, da Avatar der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten ist und damit schon wie der sichere Sieger in den neun Kategorien aussah, für die der Film vorgeschlagen wurde.

Als Grund, warum der Independent-Film Hurt Locker so erfolgreich sein konnte und gleich sechs Oscars eingefahren hat, liegt wohl darin, dass die Academy zeigen wollte, dass auch kleine Filme ohne große Produktionskosten als Gewinner in Frage kommen. Und auch, dass nicht nur teure Produktionen mit viel Erfolg im Kommerziellen als Sieger bei der Oscarverleihung nach Hause gehen können. Das ist eigentlich schade, denn Avatar hätte es wirklich verdient mehr Preise abzuräumen und hatte eben nur das Pech, als Exempel in diesem Jahr herhalten zu müssen.

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