Pfiffe bei der EM
Viertelfinale der EM 2008. Der Italiener DiNatale wird hart gefoult und bleibt anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Die Spanier spielen zunächst weiter, doch als sie den Verletzten registrieren, passen sie den Ball ins Aus. Das Publikum quittiert diese faire Geste mit lauten Pfiffen. DiNatale wird über die verbleibende Spielzeit ausgepfiffen, sobald er an den Ball kommt. Im Elfmeterschießen vergibt er seinen Schuss unter dem Druck eines gellenden Pfeifkonzerts.
Schon 2006 hat es mich zeitweise aufgeregt, doch jetzt, bei der Europameisterschaft 2008, ist es schlimmer denn je: Die ?Fans? pfeifen wegen jeder Kleinigkeit. Pfiffe, wenn ein Spieler den Ball länger als 5 Sekunden am Fuß hält, Pfiffe, wenn ein Spieler gefoult wird und am Boden liegen bleibt, Pfiffe, wenn der Torwart für den Abschlag Anlauf nimmt, Pfiffe, wenn eine Mannschaft die Kugel mal hintenherum passt.
Zugegeben, einige Spiele dieser EM wurden durch solche Aktionen langweilig, aber vielleicht würden die Spieler ja bessere Leistungen zeigen, wenn man sie nicht ständig auspfeifen würde.


