Spendenwahn nach Erdbeben in Haiti

In Haiti gab es vor wenigen Tagen eine Serie von Erdbeben, die das ärmste Land der westlichen Hemisphäre getroffen haben und einen enormen Schaden an der Infrastruktur vieler Städte (unter anderem auch der Hauptstadt des Landes, Port-au-Prince) anrichtete. Damit steht das Land quasi vor dem Ruin, da ein Wiederaufbau viel Geld kostet und das in Haiti nur den wenigsten Menschen vorbehalten ist.

Doch dank des medialen Interesses am Erdbeben in Haiti ist schnell eine riesige Summe an Spenden zusammengekommen, die Haiti helfen soll, seine Städte wieder aufzubauen und den Menschen dort ein geregeltes Leben zu geben. Aber nicht nur viele Staaten und Prominente haben für Haiti gespendet, auch viele Privatpersonen wollten es sich nicht entgehen lassen, Hilfe in Form einer Geldspende zu leisten.

Dennoch gab es auch einige Kritik an den Spenden in Haiti, da es sich hierbei um einen echten Spendenwahn handelt. Vorgeworfen wird den Menschen vor allem, dass sie nur dann spenden, wenn wirklich etwas Ernsthaftes passiert und nicht schon vorher. Denn dass Haiti sehr arm ist, das dürften viele Politiker schon vor der Serie von Erdbeben gewusst haben. Nur durch das Interesse der Medien wird die Armut in Haiti ein Thema, das jedoch schnell wieder verebben dürfte, wenn sich der Rummel um die Erdbeben gelegt hat und es neue Katastrophen gibt, von denen es sich prima berichten lässt.

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