Zunftbekleidung
Heute gibt es mal ein Thema, das zunächst sehr traditionell klingt, aber in unserer Gesellschaft immer noch verankert ist: Die Zunftbekleidung. Diese kann auch unter der Bezeichnung ?Kluft? vorgefunden werden, was aus der hebräischen Sprache stammt und für die Worte Rinde oder Schale steht. In erster Linie wird mit der Zunftkleidung eine spezifische Tracht bezeichnet, welche wiederum von verschiedenen Handwerksgruppen getragen wird.
Die Geschichte
In der Vergangenheit wurde die Zunftbekleidung von Handwerksgesellen, vor allem von so genannten ?wandernden Gesellen? getragen, welche nach dem Abschluss ihrer Ausbildung im wahrsten Sinne des Wortes auf Wanderung gingen und in einer Vielzahl von unterschiedlichen Handwerksbetrieben innerhalb eines begrenzten Zeitraumes arbeiteten.
Besonderheiten und Eigenschaften
Diesbezüglich besaßen die damaligen, typischen Zunftkleider verschiedene Merkmale, die diesen besonderen Kleidungsstil auszeichneten. So gehörte zur Zunftbekleidung beispielsweise ein Schlapphut mit einer sehr breiten Krempe. Jedoch kann dieser Schlapphut auch durch einen Zylinder ersetzt werden, der zum Beispiel in der Vergangenheit auch von Schornsteinfegern getragen wurde.
Des Weiteren stellt der sogenannte Koks, der zwar zur damaligen Zeit sehr bekannt war, in unserer heutigen Gesellschaft hingegen keine Verwendung mehr findet, eine Alternative der Zunftbekleidung dar.
Die Staude, ein Hemd welches keinen Kragen besitzt und dementsprechend mit einer durchlaufenden Knopfleiste verarbeitet ist, ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil.
Wichtige Merkmale
Die entsprechende Hose der Zunftbekleidung hingegen zeichnet sich nicht nur durch eine ästhetisch, dekorative Optik, sondern auch durch Funktionalität aus. Die von einer Gürtelschnalle gehaltene, besondere Hose ist mit genau acht weißen Perlmuttknöpfen verziert, die das Symbol für den achtstündigen Arbeitstag bilden. Die Hose ist ein wesentliches Kleidungsstück der handwerklichen Zunftbekleidung.
Weiterhin umfasst die Zunftbekleidung, auch als Kluft bekannt, ein Jackett mit sechs weißen Perlmuttknöpfen. In diesem Fall symbolisieren die Knöpfe hingegen die Arbeitswoche mit sechs Tagen, die ein Handwerker zur damaligen Zeit in der Regel bewältigen musste. Zudem wurde die Jacke aus einem Cordstoff hergestellt und verarbeitet, wobei hochwertige Ausführungen der Kluft auch aus Samt hergestellt und oftmals mit Biesen verziert wurden. Mit der Farbe der Jacke versuchten die Zunftbekleidungshersteller auch eine gewisse Zugehörigkeit zu den entsprechenden Berufsgruppen zu schaffen. Je nach Arbeitsfeld und Beruf werden neben der Zunftkleidung auch Stiefel oder Halbschuhe meist in der Farbe Schwarz getragen.
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